Schalkner trainiert für REAL: aus dem Leben eines Tauchenicht
von Dok Schalkner
Seit einer Woche gibt Dok also wieder alles für REAL, auch abseits der Taktik-Bank. In der Medica-Klinik (direkt gegenüber vom
Elektro-Pinder) gehts zur Sache, 86 ordentliche Kilo wollen in Stand gesetzt werden.
Neben netten Seminaren (Stressbewältigung, Wiedereingliederung ins Berufsleben & gesunde Ernährungsberatung!) gibts schöne Stunden beim Elektrotherapeuten (wer denkt da nicht an Stanislaw Lem?), Physiotherapie und Medizinische Trainingstherapie (dient der Heilung vom Trainingszwang). Am besten gefällt jedoch die Hydrotherapie: inmitten der betagten Stammkundschaft, vier Rentnerinnen & ein Rentner, wird Dok in sein Lieblingsmedium getaucht. “Natürlich hatte ich Angst. Immerhin geht das Wasser fast bis zur Schulter”, äußerte der REAL-Funktionär nach diesem Experiment. Überraschende Erkenntnis der Lehrstunde: er bewegt sich nicht WIE ein_e Rentner_in im Wasser, sondern … nuja: langsamer.
Die übliche Wassergymnastik, die mensch durchaus auch als Sport betreiben kann (”was den Rentner_innen fern liegt”, so Schalkner), war nur Auftakt zum Fanal. Denn anfangs wurde noch Bodenkontakt gewahrt. Jedoch kam es wie befürchtet: “der Angstschweiß fällt ja zum Glück im Wasserbecken nicht so auf”, lacht Schalknern hysterisch. Die Übung wirkte erstmal einfach: mit einem Sitzkissen unter den Schinken bewegte sich die Gymnastikgruppe durchs Wasser, die Beine sollten zum imaginären Fahrradfahren genutzt werden, die Arme in großen kreisenden Bewegungen geführt, um nicht unterzugehen und etwas vorwärts zu kommen. “wie beim Brustschwimmen, nannte es der Therapeut, glaube ich”. Schalkner fiel beides schwer. “Ich bin ein sehr schlechter Schwimmer”, erklärte er dem verdutzten Therapeuten. Mit großer Mühe schlug sich der REAL-Rekonvaleszent durchs Becken, immer versucht, den Abstand zur vor ihm steil im Wasser hängenden Kastenoma nicht zu vergrößern. Vergebens. Um den Klassenunterschied zu verdeutlichen, fühlte sich die rentnernde Leistungsschwimmerin auch noch veranlasst, Schalkner mit Tips zum besseren Sitz der Schinken-Unterlage zu versorgen. Eine Blamage? “Ach Quatsch!”, brüllt Schalknern wütend. “Ich fühle mich auf gutem und richtigem Weg. Wir spielen bei REAL weder Hurra- noch Bewegungsfußball. Vielmehr empfinde ich das gemeinsame Trainieren mit Gleichgesinnten als gute Vorbereitung auf den kommenden Schwattekapp. Und Fußball spielen wir ja auch nicht im Wasser.”
Fazit: Rentner-Fußball ist kein Wunschdenken mehr. Herr Lindenbein, du bekommst Verstärkung!